BR-Klassik, Radiosendung  vom 25. April 2021:

„Glücksfall Zigeunermusik - Die Tonsprache von Sinti und Roma als Vorbild“ 

Fremde Länder, fremde Klänge in Features, Reportagen und Interviews. Ein internationales Autoren-Team präsentiert Musik rund um den Globus, vom Porträt bis zum Konzertmitschnitt.

 

Die musikalische Entwicklung wird ab dem 18. Jahrhundert immer stärker durch einen umfassenden Kulturaustausch geprägt. Künstler reisen, nehmen Impulse auf, geben Ideen weiter. Durch keine Bevölkerungsgruppe wird diese Wechselwirkung besser sichtbar als durch die Roma und Sinti - die damals noch als Zigeuner bezeichnet wurden.


Sie reisen viel, sie musizieren viel, und sie beeinflussten dadurch große Teile der klassischen Musikkultur und der Unterhaltungsmusik: Von der fetzigen ungarischen Tanzkapelle bis zum komplexen und anspruchsvollen Violinstück bei Ravel, von Telemann über Liszt bis zur Operette, vom Jazz-Gitarristen Django Reinhard bis zu den Gipsy-Kings.


Die Sinti und Roma brachten Schmelz, Virtuosität, Improvisation und eine gute Portion Exotik in die etablierte Klassikszene. Ein Feature von Stefan Evertz.

Ab Minute 16 kommt Prof. Dr. Peter Ackermann zu Wort, der emeritierte Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, dem sich die Roma und Sinti Philharmoniker sehr verbunden fühlen. 

Ab Minute 34 kommt der Beitrag auf die Roma und Sinti Philharmoniker zu sprechen, blendet O-Töne des Dirigenten Riccardo M Sahiti ein. Ihnen folgt ein Ausschnitt der "Tänze aus Galanta" von Zoltán Kodály in der Interpretation der Roma und Sinti Philharmoniker.  

Unten ist die Sendung abrufbar:

Glücksfall Zigeunermusik - Sendefassung Artist Name
00:00 / 53:29